Es sind weniger die Tennisspieler als die Büromenschen, die diese stechenden Belastungsschmerzen am außenseitigen Ellenbogen erleiden. Die banalsten Alltagsbewegungen (Zähneputzen, Aufschließen, Händeschütteln) führen zu heftigsten Beschwerden.

Die Indikation zur ESWT ergibt sich bei chronischem Verlauf, wenn wochen- bis monatelange bewährte Therapien keine bleibende Schmerzfreiheit bewirkt haben. Unter sportmedizinischen Aspekten ist eine frühzeitigere ESWT vor etwaigen Spritzen und Medikamentengaben allerdings ebenfalls indiziert. Unter örtlicher Betäubung mittels Anästhesie-Gel oder –Pflaster erfolgt, abhängig vom individuellen Fall, in siebentägigem Zeitabstand eine dreimalige fokussierte oder eine fünfmalige radiale Stosswellentherapie à 20 – 30 Minuten. Den Erfolg der Therapie ermitteln Arzt und Patient anhand subjektiver Bewertung, klinischem Befund und sonografischer Kontrolle drei Monate nach 1. ESWT-Sitzung; Röntgen- oder Kernspintomographien zur Verlaufskontrolle sind nicht unbedingt angebracht. Nach allgemeiner Erfahrung gelten dann ca. 50% der Betroffenen als geheilt. Fortgesetzte Überlastungen innerhalb dieses Zeitraums können das Resultat verschlechtern.